Das sind die vielen vielen wohlklingenden Artikel quer durch die ganze Boulevard Presse, in Illustrierten und in Fachzeitschriften etc.. Viele der in diesen Artikeln beschriebenen Methoden beziehen sich lediglich auf die Ernährung. Sie unterbreiten Vorschläge, wie man Kalorien, oder Kohlehydrate reduziert. Manche laufen auch darauf hinaus, dass man bei den Mahlzeiten Kohlehydrate und Eiweiße trennt. Sportliche Aktivität wird oft nur am Rande erwähnt, wenn überhaupt.
Viele halten diese Methoden nicht lange durch. Schon nach ein paar Tagen meldet sich das drängende Gefühl, da fehlt was. Sicher kann man damit auch ein paar Kilo abnehmen. Doch im Endeffekt wird damit meist nur das in den Fettzellen eingeschlossene Wasser ausgeschwemmt. Dieses füllt der Körper hinterher wieder auf und dann ist ganz schnell alles wieder beim Alten.
Einige dieser Methoden sind auch durchaus auf der Basis vitamin- und ballaststoffreicher Ernährung aufgebaut. Aber der Tatsache, dass Abnehmen grundsätzlich nur über eine negative Energiebilanz möglich ist, wird nur dahingehend Rechnung getragen, dass direkt oder indirekt die Kalorienmenge eingeschränkt wird.
Empfehlungen, die sportliche Aktivitäten ausdrücklich berücksichtigen, erwähnen meistens nur leichtes Ausdauertraining.
Fettverbrennungszone ist ein Modeausdruck geworden. Mit leichter Bewegung im aeroben Bereich wird das Blut mit viel Sauerstoff angereichert. Das veranlasst den Körper durchaus dazu, auch Fett zu verbrennen. Es wird jedoch nur während des Trainings Fett verbrannt. Wer damit viel abnehmen will, braucht lange Trainingszeiten. Außerhalb der Trainingseinheiten verbraucht der Stoffwechsel wieder fast ausschließlich Glukose als Energiequelle.
Die reduzierte Nährstoffmenge führt allerdings auch dazu, dass Muskeln geschwächt und abgebaut werden. Muskeln verbrauchen Energie. Wenn Muskeln nicht mit Anstrengung gereizt werden, dann reduziert der Körper diese Verbraucherstellen besonders in Zeiten knapp gehaltener Nährstoffe auf das notwendige Minimum.
In dieser Situation trifft der Körper alle ihm möglichen Maßnahmen zur Einsparung von Energie. Er baut deshalb alle Muskeln ab, die er irgendwie entbehren kann. Außerdem wird der Stoffwechsel so weit wie möglich verlangsamt.
Frauen haben von Natur aus geringere Muskelmasse als Männer. Darum spüren Frauen diese Sparmaßnahmen des Körpers viel schneller als Männer. Der Körper nimmt in diesem Zustand nur noch ganz wenig ab. Oder die Gewichtsreduktion stagniert eine Zeit lang völlig. Hier brechen viele dann ihre Abnehm-Bemühungen ab, weil sie sich für solch geringen Erfolg nicht länger quälen wollen.
Muskeln sind sehr wichtig -
- - um Rückenleiden und Bandscheibenschäden zu vermeiden.
Unsere Wirbelsäule kann nur entlastet werden, wenn Bauch- und Rückenmuskulatur gleichmäßig stark ausgebildet ist.Verbände von Sportärzten und Orthopäden beklagen, dass durch die Art der gebräuchlichen Bewegungen im Alltag unserer Industriegesellschaft überwiegend die Rückenmuskulatur beansprucht werde. Die Bauchmuskulatur sei bei nahezu 95 % der Bevölkerung gegenüber den Rückenmuskeln regelrecht verkümmert.
Dies sei der Grund, warum z. B. Rückenleiden und Bandscheibenschäden seit vielen Jahren so rasant zunehmen.
- - für einen aktiven Stoffwechsel
Muskeln sind in unserem Stoffwechsel die größten Energieverbraucher. Wenn Muskeln durch intensives Training aktiv gehalten werden, dann bauen sie Körperfett ab und zwar ständig, rund um die Uhr, auch im Ruhezustand.Über aktive Muskeln wird der gesamte Stoffwechsel direkt und indirekt positiv beeinflusst. Die gesamte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung aller Organe wird durch aktive Muskeln weitgehend optimiert.
Wenn wir beim Abnehmen falsch vorgehen, dann produzieren wir also vermeidbare Gesundheitsschäden, die wir in der Regel erst viel später zu spüren bekommen.
Die Energiesparmaßnahmen unseres Körpers können wir nur verhindern, wenn wir durch intensive Trainingsreize unserem Körper signalisieren, dass diese Muskeln gebraucht werden. Außerdem sollten wir darauf achten dass mit der Nahrung auch genügend Proteine und bestimmte Fettsäuren aufgenommen werden. Proteine sind der wichtigste Zellbaustoff.
Richtig Abnehmen bedeutet deshalb, eine negative Energiebilanz in erster Linie durch höheren Kalorienverbrauch herzustellen und nicht durch hungern. Unsere Kalorienzufuhr reduzieren wir nur insoweit, in dem wir die minderwertigen Lebensmittel, die der Körper ohnehin kaum verwerten kann, durch hochwertige Lebensmittel mit ausreichenden Mikronährstoffen ersetzen. Diese sind äußerst wichtig für die beständige Zellerneuerung und eben auch zur Bildung und Stärkung unserer Muskeln. Wir liefern unserem Körper mehr Nährstoffe als er gewohnt ist und qualifizieren die Energieträger Fett und Kohlehydrate.
Mit dieser Ernährungsweise verschaffen wir dem Stoffwechsel bei reduzierter Kalorienmenge mehr Arbeit, als er vorher mit der höheren Kalorienmenge gehabt hat. Das einzige, was wir definitiv weglassen, sind die Stoffe, die er ohnehin vorrangig nur einlagern würde.
So spüren wir keinen Hunger und der Stoffwechsel bekommt alles, um voll aktiv zu bleiben.
Die erwähnten, intensiven Trainingsreize erzeugen wir durch intensives Ganzkörper- Krafttraining.
Krafttraining erfordert bei den Übungen mehr Anstrengung als Ausdauertraining, dafür sind aber bei den meisten Programmen Trainingszeiten von etwa 20 Minuten in Abständen von zwei bis drei Tagen völlig ausreichend.
Die Pausen zwischen den Trainingseinheiten sind wichtig, damit sich unsere Muskeln nach den intensiven Übungen wieder erholen können.
Hier kommen Sie zum ersten Artikel dieser Serie